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KI in der Steuerkanzlei ohne Cloud: § 203 StGB, DATEV, E-Rechnung

Antworten für Kanzleien, die KI nutzen wollen, ohne Mandantendaten an einen Cloud-Anbieter zu geben – lokale Modelle in der Kanzlei, Anbindung an das DATEV-Umfeld, Vorbereitung auf die E-Rechnung.

Dürfen wir als Kanzlei überhaupt KI einsetzen?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, solange Mandantendaten nicht unbefugt an Dritte gelangen. Genau das ist bei Cloud-KI der heikle Punkt: Der Anbieter sieht den Text, den Sie ihm senden. Ein lokales Modell sieht denselben Text – aber es läuft auf Ihrem Server, und es gibt keinen Dritten. Ob und unter welchen Bedingungen ein Cloud-Dienst für Ihre Kanzlei zulässig wäre, beurteilen Ihre Datenschutzberatung und Ihre Kammer; wir liefern dafür die technische Beschreibung.

Was heißt „ohne Cloud“ konkret?

Ein Server in Ihrer Kanzlei oder in einer dedizierten Umgebung in Deutschland, auf dem lokale Modelle über Ollama laufen. Rollen und Freigaben bilden ab, wer welche Mandate bearbeiten darf; ein Audit-Log hält fest, wer wann was gefragt hat. Die Datenflüsse dokumentieren wir in einem Diagramm, das Sie Ihrer Datenschutzberatung vorlegen können. Was auf dem Server läuft und was er kostet, beschreibt die Seite Lokaler KI-Server.

Wofür nutzt eine Kanzlei lokale KI?

Für die Arbeit, die heute Zeit frisst und keine Fachentscheidung ist: Belege lesen und vorerfassen, Posteingang zusammenfassen, Mandantenanfragen als Antwortentwurf vorbereiten, in Verfahrensanweisungen und Mandantenakten suchen – mit Quellenangabe. Die fachliche Prüfung bleibt bei der Steuerfachkraft; das Modell liefert Entwürfe, keine Bescheide.

Wie passt das zu DATEV?

Wir ersetzen DATEV nicht. Die lokale KI arbeitet neben dem DATEV-Umfeld: Sie bereitet Dokumente auf, bevor sie in die Buchführung gehen, und beantwortet Fragen zu dem, was bereits abgelegt ist. Welche Übergaben im Einzelnen möglich sind, klären wir im Audit – ehrlich auch dort, wo es nur einen Export gibt.

Und die E-Rechnung?

Die E-Rechnung bringt strukturierte Daten, die keine KI brauchen. KI hilft beim Rest: bei Papier- und PDF-Rechnungen, die weiter kommen, bei der Plausibilitätsprüfung und bei der Zuordnung zu Mandanten. Was wann Pflicht wird, fassen wir im Beitrag E-Rechnung 2027 zusammen.

Müssen wir Mitarbeitende schulen?

Art. 4 KI-VO verlangt, dass Mitarbeitende, die KI einsetzen, über ausreichende Kompetenz verfügen. Die Schulungsnachweise sind Teil der Compliance-Lücken, die das Audit aufführt; Hintergründe im Beitrag KI-VO Art. 4: Schulungspflicht.

Was kostet der Einstieg?

Das KI-Audit ab 2 900 € Festpreis: Datenflüsse, Rechte, Anwendungsfälle, Hardwarebedarf, Compliance-Lücken. Danach ein Pilot von acht Wochen auf unserer Pilot-Hardware mit E-Mail- oder Microsoft-365-Konnektor für 12 900 €; Installation ab 4 900 € Setup und Betrieb ab 590 € je Monat. Das Compliance-Paket – AVV, Datenflussdiagramm, Löschkonzept, DSFA-Hilfe, KI-Inventar – kostet 1 900 € einmalig plus 99 € je Monat. Alle Preise zzgl. MwSt., Stand Oktober 2026. Förderprogramme prüfen wir mit Ihnen. KI-Audit

FAQ (Kurzfragen zusätzlich zu den H2-Fragen oben)

01

Sehen Sie im Audit Mandantendaten?

Nur so viel wie nötig und nur mit Vertraulichkeitsvereinbarung und AVV. Für die Analyse der Datenflüsse reichen meist Struktur und Beispiele; echte Akten brauchen wir im Audit nicht.

02

Was passiert nach dem Pilot mit den Daten auf Ihrer Pilot-Hardware?

Sie werden nach dem Löschkonzept entfernt, bevor die Hardware die Kanzlei verlässt.

03

Arbeiten Sie auch mit Kanzleien außerhalb der Region?

Ja. Audit und Pilot laufen zum großen Teil per Fernzugriff; Installation und Betrieb sind überregional möglich, der Vor-Ort-Anteil wird nach Aufwand berechnet.

Sprechen Sie mit Ihrer Datenschutzberatung

und dann mit uns über ein Audit, das zeigt, was in Ihrer Kanzlei ohne Cloud geht.